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Bleiben Sie gesund!

Zecken im Vormarsch

Jährlich erkranken mehr als 300.000 gesetzlich Versicherte in Deutschland an Lymeborreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Zecken im Vormarsch
Foto: Pixabay.com © Erik Karits
Überträger sind in beiden Fällen Zecken. Die Zahl der gemeldeten Zeckenstiche durch den Holzbock und die Auwaldzecke in Hamburg nimmt jährlich zu. 50- bis 70-Jährige sind am häufigsten betroffen.

Meistens unbemerkt: der Zeckenstich


Die spinnenartigen Tiere injizieren einen Cocktail aus Betäubungsmittel und Blutgerinnungshemmern, damit der Einstich unbemerkt bleibt. Festgehalten werden die Blutsauger durch Widerhaken am Stechapparat. Einige Zeckenarten sondern zusätzlich einen klebrigen Stoff ab, um sich festzuheften. In der Regel suchen sich Zecken einen gut durchbluteten Platz, an dem die Haut besonders dünn ist. Bei Erwachsenen sind es Kniekehlen, Lenden und Bauch und bei Kindern ist es meistens der Haaransatz.

Was tun bei einem Zecken- oder Mückenstich?


Entfernen Sie die Zecke sofort und am besten mit einer Zeckenzange. Durch Quetschen, Öle oder Drehen gelangen mehr Viren und Bakterien in Ihren Blutkreislauf. Ist die Zecke bereits abgefallen, unterscheidet sich der Stich optisch nicht von dem einer Mücke. Erste Anzeichen für einen infizierten Stich können anhaltende Schwellungen und Rötungen sein. Bei einer FSME-Erkrankung, die eine Gehirn-, Hirnhaut- oder Rückenmarksentzündung verursacht, treten grippeähnliche Symptome auf. Borreliose verursacht chronische Gelenk- und Hautentzündungen, kann aber auch das Nervensystem und das Herz schädigen.

Impfung als Schutz vor FSME


Anders als bei Borreliose, die gut mit Antibiotika behandelt werden kann, gibt es gegen FSME keine wirksamen Medikamente. Die STIKO (Ständige Impfkommission) empfiehlt daher einen FSME-Impfschutz in den Risikogebieten. Hamburg zählt zwar anders als Teile Niedersachsens noch nicht dazu, verzeichnet aber eine stetig wachsende Zeckendichte. Die Impfung senkt das Risiko einer FSME-Erkrankung und ist in der Regel gut verträglich, muss aber regelmäßig aufgefrischt werden.

Bester Schutz: nicht gestochen werden!


Zecken warten im hohen Gras, Gebüsch oder Unterholz auf ihre Opfer. Geschlossene Kleidung in Form von langen Hosen und Ärmeln, Strümpfen, festen Schuhen und in die Strümpfe gesteckten Hosenbeinen bietet den besten Schutz. Zusätzlich können Sie Repellents aus der Apotheke auf freie Hautareale auftragen und sich zu Hause gründlich absuchen.

Wir wünschen Ihnen einen schönen und zeckenfreien Sommer!

Bildergalerie


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Autor: Samira Aikas

Quellen: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Robert Koch-Institut, Zecken.de, Ärzteblatt 03/2021, 11/2021, 03/2022

Fotos: Pixabay.com © Erik Karits

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HBZ · 06/2022

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