Helmut-Schmidt-Haus und Ausstellung
Der Altkanzler ganz privat
Sobald wieder Tickets für eine Besichtigung des Wohnhauses von Helmut und Loki Schmidt verkauft werden, sind diese bereits nach wenigen Minuten vergriffen.
Online-Tour und Fotoausstellung
Damit auch alle, die kein Ticket ergattern konnten, Helmut und Loki Schmidt erleben können, gibt es bis zum 31. Oktober dieses Jahres die Fotoausstellung "100 Jahre in 100 Bildern" in der Hamburger Innenstadt im Kontorhausviertel und im Internet eine virtuelle Besichtigungstour durch das Privathaus. Hier kann sich jeder Schritt für Schritt durch Haus und Garten klicken. Das ist zwar nicht dasselbe wie ein echter Besuch, aber man erfährt viel über die Räume und Gegenstände, die alle noch so stehen, wie Schmidt sie hinterlassen hat. Die Führungen und der virtuelle Rundgang sind ganz in Sinne der Schmidts, die in ihrem Testament verfügten, dass der Öffentlichkeit Zutritt zum Haus gewährt werden und alles unverändert erhalten bleiben solle. Damit auch zukünftig mehr Besucher zu Führungen in das Haus kommen können, plant die Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung gerade, dies durch Umbauten zu ermöglichen, die den ursprünglichen Zustand der Räume nicht beeinträchtigen.
Fotoausstellung: "100 Jahre in 100 Bildern" Helmut-Schmidt-Forum
Kattrepel 10 (Domplatz/ZEIT-Pressehaus)
Telefon (040) 334 61 40 60
Bis 31.10.2019
Öffnungszeiten:
Mi. bis So. 11 bis 17 Uhr
Eintritt:
kostenlos
Wochenendführung:
8 Euro, ermäßigt 4 Euro, buchbar über www.helmut-schmidt.de
Hinweis:
barrierefrei
Bodenständig hanseatisch
Seit 1961 lebten Loki und Helmut Schmidt in der Langenhorner Wohnsiedlung, die Eltern gleich im Nachbarhaus. Das Heim der Schmidts beherbergte Gäste wie Henry Kissinger, den spanischen König Juan Carlos, Leonid Breschnew und viele andere. Drei Jahrzehnte war hier auch der Treffpunkt der "Freitagsgesellschaft": Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Kunst, die sich jeden zweiten Freitag auf Einladung der Schmidts zu Vortrags- und Diskussionsrunden trafen.
Kunst, Literatur und persönliche Note
Helmut Schmidt und seine Frau Loki liebten Kunst: Bis zur Decke hängen überall Gemälde, darunter ein Porträt des Hitler-Attentäters Graf von Stauffenberg sowie Werke von Marc Chagall und Otto Dix. Der große schwarze Flügel im Erdgeschoss zeugt von der Liebe zur klassischen Musik. Schmidt spielte selbst so gut Klavier, dass er in den 80ern Stücke von Bach und Mozart mit dem London Philharmonic Orchestra und den Hamburger Philharmonikern aufnahm. Die Regale sind mit Büchern gefüllt. Wer näher hinsieht, erkennt, dass alle Bücher in jeder seiner Bibliotheken identisch angeordnet sind, damit jedes Buch immer griffbereit war.
Führungen durch das Privathaus der Schmidts buchen
Nur online möglich unter
www.helmut-schmidt.de
Nächste Möglichkeit 23.8.2019, ab 9 Uhr
Eintritt:
12 Euro pro Person
Es ist nicht möglich, telefonisch oder per E-Mail zu reservieren.
100 Jahre in 100 Bildern
Die Fotoausstellung "100 Jahre in 100 Bildern" über Helmut Schmidt als Politiker und Privatmann ist so beliebt, dass sie bis zum 31. Oktober 2019 verlängert wurde. Dort können Besucher Helmut Schmidt in allen Facetten erleben: Für jedes Lebensjahr wurde ein Fotomotiv gewählt. Darunter viele unbekannte, teilweise noch nie gezeigte Fotos, die auch private Momente zeigen. Man sieht Schmidt u. a. als kleinen Jungen in Barmbek, als Abgeordneten, Bundeskanzler, Pianist und auf Reisen. Außerdem wird dort der virtuelle Rundgang durch das Privathaus gezeigt und es gibt eine "Hördusche", wo der Besucher Helmut Schmidt reden hört.
Autor: VHSt
Fotos: (c) J. H. Darchinger, Friedrich-Ebert-Stiftung, Uwe Aufderheide, FILMREIF PICTURES
HBZ · 06/2019
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