Meilenstein in der Aufarbeitung des kolonialen Erbes
Schritte zur Rückgabe der Benin-Bronzen
Eine Runde bestehend aus der Kulturstaatsministerin Monika Grütters, den zuständigen Kulturministerinnen und Kulturministern der Länder, den Leitungen der deutschen Mitgliedsmuseen der Benin Dialogue Group sowie des Auswärtigen Amts hat eine Erklärung zum Umgang mit den in deutschen Museen und Einrichtungen befindlichen Benin-Bronzen verabschiedet.
Teilgenommen haben auch Hamburgs Kultursenator Dr. Carsten Brosda und Prof. Barbara Plankensteiner, Direktorin des MARKK.
Prof. Barbara Plankensteiner ist Mitbegründerin und seit 2018 Co-Sprecherin der Benin Dialogue Group, deren Ziel es ist, gemeinsam ein Museum in Benin City zu realisieren. Dort sollen permanent Benin-Kunstwerke ausgestellt werden, die derzeit in Sammlungen in der ganzen Welt verstreut sind. Beide begrüßen sehr, dass nun endlich konkrete Beschlüsse zur Rückgabe des kolonialen Raubguts gefasst wurden. Plankensteiner soll auch gemeinsam mit dem Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK), Prof. Hermann Parzinger, die Gespräche der Bundesregierung auf der Seite der Museen und ihrer Träger koordinieren.
Kultursenator Dr. Carsten Brosda: "Hamburg bereitet seit 2014 in einem breiten Beteiligungsprozess sein koloniales Erbe auf. Ein zentraler Punkt ist dabei auch der Umgang mit Sammlungsgegenständen aus kolonialen Kontexten in unseren Museen. Die jetzt getroffene Vereinbarung ist ein echter Meilenstein und ermöglicht uns auch in Hamburg jetzt, gemeinsam die nächsten Schritte zur Rückgabe des kolonialen Raubguts zu gehen. Dies ist ein substanzielles Bekenntnis zur Aufarbeitung der Kolonialverbrechen der Vergangenheit, zu mehr Kooperation in der Gegenwart und zur Verantwortung für eine gemeinsame Zukunft."
Autor: VHSt
HBZ · 06/2021
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