Verbrennungsanlage Vera
Für mehr Energieunabhängigkeit und Gewässerschutz
Aufgrund strengerer gesetzlicher Regelungen für besseren Gewässerschutz drohen im Norden Verbrennungskapazitäten für Klärschlamm knapp zu werden.
Die Verwertungsanlage für Rückstände aus der Abwasserbehandlung (VERA) verbrennt bisher jährlich rund 63.000 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm. Mit der Erweiterung erhöht sich der jährliche Durchsatz auf rund 76.000 Tonnen, mit einem Ausbaupotenzial auf 97.000 Tonnen pro Jahr.
Ab 2029 wird das Ausbringen von Klärschlamm als Dünger auf landwirtschaftliche Flächen weitestgehend gesetzlich verboten sein. Im Abwasser und damit auch im Klärschlamm finden sich eine Reihe von Schadstoffen wie Medikamentenreste oder Mikroplastik. Landwirtschaftliche Klärschlammentsorgung stellt daher eine erhebliche Belastung für die Umwelt dar, insbesondere für Böden und Gewässer.
Bei der Abwasserreinigung auf dem Hamburger Klärwerk fallen jährlich rund 1,5 Millionen Kubikmeter Klärschlamm an, der entwässert, ausgefault, getrocknet und anschließend verbrannt wird. Klärschlamm ist aber mitnichten einzig ein Abfallprodukt, sondern bietet ein hohes Energiegewinnungspotenzial. Bereits im heutigen Betrieb der VERA werden jährlich knapp 90.000 Megawattstunden Strom und knapp 100.000 Megawattstunden Wärme aus der Verbrennung des Klärschlamms und des Faulgases produziert, die für die Versorgung des gesamten Klärwerks und des angrenzenden Containerterminals genutzt werden. Durch die Erweiterung der Klärschlammverbrennungsanlage steigt die Stromerzeugung auf 100.000 Megawattstunden und etwa 165.000 Megawattstunden Wärme pro Jahr.
Bildergalerie
Zum Vergrößern Bild anklicken.
Autor: VHSt
Fotos: © HAMBURG WASSER
HBZ · 11/2022
Weitere Artikel aus der Rubrik "Verwaltung aktuell":
Strom- und Gasnetz fusionieren
Energienetz aus einer Hand
Die städtischen Energienetzbetreiber Gasnetz Hamburg GmbH und Stromnetz Hamburg GmbH sollen im Jahr 2024 zu einer spartenübergreifenden Netzgesellschaft fusioniert ...HBZ · 1/2024
Ehrung zum Jubiläum
100 Jahre Buch- und Kunsthandlung Felix Jud
Am 20. November 1923 gründete der Buchhändler Felix Jud (1899-1985) in den Colonnaden seine 'Hamburger Bücherstube'. ...HBZ · 1/2024
Ganztagsbetreuung
Hamburg bundesweit am besten aufgestellt
Schon im Jahr 2012 hat die Freie und Hansestadt Hamburg den Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung für alle Schulkinder bis 14 Jahre eing ...HBZ · 1/2024
Personalien
Neue Präsidenten bei Amtsgericht und Polizei
Im November letzten Jahres wählte der Richterwahlausschuss Dr. Guido Christensen zum neuen Präsidenten des Amtsgerichts Hamburg. ...HBZ · 1/2024
Schluss mit dem Papierkram
Bauantrag 2.0 rein digital
Ab dem 1. Januar 2024 ist es vorbei mit den dicken Aktenordnern: Die Baugenehmigungsbehörden der Freien und Hansestadt Hamburg haben das baurechtliche Genehmigungsverfah ...HBZ · 1/2024
Erfolgreiche Umsetzung
Hamburgs Grün erhalten
Im November 2023 informierte der Senat mit dem zweiten Bericht zum 'Vertrag für Hamburgs Stadtgrün' die Bürgerschaft über die Umsetzung der 2019 getroffe ...HBZ · 1/2024




