Hamburgischer Verein für den öffentlichen Dienst
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Verein Hamburgischer Staatsbeamter r.V.  |  Gegründet 1879

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Rechtsberatung

Dr. Ingo Walter Lill

Der VHSt trauert um seinen langjährigen Vertragsanwalt Dr. Ingo Walter Lill, der vor kurzem verstorben ist.

Unzähligen Mitgliedern hat er über das Erstberatungsangebot unseres Vereins mit seinen Rechtsauskünften und Beratungen auf vielen Rechtsgebieten beigestanden und oftmals auch im gerichtlichen Rechtstreit vertreten. Er war hochqualifiziert, anerkannt und erfolgreich. Seine Rechtskommentare in Tageszeitungen wie auch im Hamburger Abendblatt stießen auf immer auf große Akzeptanz. Der VHSt wird ihn sehr vermissen und ihm ein ehrendes Angedenken bewahren!




Recht haben, heißt nicht, Recht bekommen.

Rechtsberatung
Rechtsanwalt Dr. Ingo Lill: „Auf hoher See und vor Gericht ist alles in Gottes Hand!“

Ob Auseinandersetzungen mit dem Nachbarn, Sachbeschädigungen, Streit mit dem Arbeitgeber, Ärger um Rechnungen und Verträge – es ist nicht immer einfach, sein Recht durchzusetzen. Selbst kleine Streitigkeiten können heutzutage schnell vor Gericht enden. Streitsüchtige Nachbarn, überteuerte Nebenkostenabrechnungen, Auseinandersetzungen nach einem Unfall sind nur einige der alltäglichen Tücken.

Aber Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei. Denn auf dem Weg zum Recht gibt es viele Fragen – von der Zuständigkeit von Gerichten über entstehende Kosten bis hin zu den Möglichkeiten einer außergerichtlichen Streitschlichtung. Vor Gericht zu ziehen, um sein Recht einzufordern, ist häufig ein schwer kalkulierbares Wagnis. Weil die Kosten für den Rechtsanwalt hoch sind, falls man einen Rechtsstreit verliert, Angst vor der Dauer eines Rechtsstreites mutlos macht oder Unkenntnis über die eigenen Rechte herrscht, geben viele Bürger im Streitfall resigniert auf, statt eine gerichtliche Auseinandersetzung zu riskieren. Denn wenn es gilt, seine Ansprüche durchzusetzen, können enorme Kosten entstehen. Die Rechtsschutzversicherung kann helfen, tut dies aber nicht in allen Fällen. Es ist besonders ärgerlich, wenn man klein beigeben muss, nur weil der Gang zum Gericht zu teuer ist. Guter Rat ist teuer; wer keinen guten Rechtsbeistand hat, kämpft meist auf verlorenem Posten.

Nicht jeder, der im Recht ist, kommt zu seinem Recht.

Auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand“ – viele scheuen sich, die eigenen Rechte geltend zu machen. Weil die Rechtslage und die Zuständigkeit unbekannt sind, weil die Kosten und die Dauer eines Gerichtsverfahrens nicht absehbar erscheinen. Beim Thema Recht ist also ein guter Kompass gefragt.

Der VHSt bietet daher seinen Mitgliedern die Möglichkeit, sich von einem Vertragsanwalt jährlich einmal gegen eine Gebühr von 5 Euro mündlich beraten zu lassen.

Seit 2005 führt Rechtsanwalt Dr. Ingo Lill diese Erstberatungen für unsere Mitglieder durch. Anlass für die Redaktion, ihn jetzt einmal zu besuchen und ihn in der HBZ vorzustellen.

Seine Anwaltpraxis befindet sich in der Grindelallee 110, einem modernen Wohn- und Geschäftshaus im 1. Stock. Bei unserer telefonischen Termvereinbarung bekamen wir gleich die freundliche Empfehlung, unbedingt das Auto zuhause zu lassen. Denn hier im geschäftigen und quirligen Universitätsviertel gibt es so gut wie keine Parkmöglichkeiten und der Metro Bus 4 und 5 hält fast vor der Haustür. Ein sehr nützlicher Hinweis, wie wir bei unserem Besuch feststellen konnten.

In der Kanzlei erwartete uns bereits die Büroleiterin Sabrina Kupsch und führte uns zu Herrn Dr. Lill. Wie wir später erfuhren, fährt die Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte jeden Tag insgesamt rund 180 Kilometer zur Arbeit und zurück nach Hause in Mecklenburg-Vorpommern – und das seit bereits 10 Jahren. Unsere erstaunte Nachfrage beantwortete sie kurz und bündig: „Bei uns habe ich keinen Job gefunden und hier stimmt einfach alles!“

Nach der freundlichen Begrüßung erfahren wir von Rechtsanwalt Lill: Geboren in Hamburg (waschechter Altonaer) studierte er nach dem Abitur Jura an der Universität Hamburg und machte hier auch das 1. Staatsexamen. Die Hamburger Verwaltung lernte er während seiner Referendarzeit im Rechtsamt des Bezirksamtes Eimsbüttel gut kennen. Danach übernahm er eine Assistentenstelle beim Max-Planck-Institut in Hamburg. Internationales und ausländisches Privatrecht waren dort seine Arbeitsschwerpunkte. Während dieser Zeit arbeitete er auch an seiner Dissertation „Ehewohnung und Hausrat im Familienrecht europäischer Staaten“.

Bereits vor seinem 2. Staatsexamen bekam er den Doktortitel verliehen, was recht selten ist. Und am 15. September 1994 erhielt er die Zulassung als Rechtsanwalt in Hamburg. Danach arbeitete er in einigen bekannten Hamburger Rechtsanwaltskanzleien auf verschiedenen Rechtsgebieten wie z.B. Seerecht, Wirtschaftsrecht, Mietrecht, Erbrecht, Sozialrecht, Familien- und Arbeitsrecht.

Seit 1998 arbeitet Dr. Lill als Einzelanwalt in seiner Kanzlei in der Grindelallee. Als Rechtsanwalt kümmert er sich auch intensiv um den Kanzlei-Nachwuchs: Drei Auszubildende als Rechtsanwaltsfachangestellte – Anna Susana Filipe Dos Santos aus Portugal, Hilal Yavuz aus der Türkei und -frisch von der Schule weg- Mojdeh Djahanbegloui aus dem Iran - zählen zu seinem Büroteam.

Die Erstberatung für VHSt-Mitglieder hat Dr. Lill gern übernommen. Seit über drei Jahren führt er sie schon durch. Mit guten Ergebnissen, wie er meint. Zu seiner Beratung gehören in erster Linie die Chancen in einem Rechtsstreit abzuwägen, die Weichen für das weitere Vorgehen zu stellen und taktische Überlegungen anzustellen.

Rechtsberatung
„Das Arbeitsklima ist ausgezeichnet!“ Dr. Lill mit Büroleiterin Sabrina Kupsch

Das Beratungsangebot wird gut angenommen. Zu den häufigsten Problemen gehören Erbrechtsstreitigkeiten, Auseinandersetzungen um Mieterhöhungen und Betriebskostenabrechnungen, Verkehrsdelikte wie zum Beispiel unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, arbeitsrechtliche Streitigkeiten wie Wirksamkeit von Kündigungen, Nachbarstreitigkeiten, sozialrechtliche Fragen und viele andere Sachen, wo sich die Ratsuchenden ungerecht behandelt fühlen.

Unzähligen VHSt-Mitgliedern hat er in diesen drei Jahren mit seinem Rat weitergeholfen. Und viele VHSt-Ratsuchende hat er anschließend anwaltlich in Rechtsstreitigkeiten vor Gericht vertreten, in der Regel mit Erfolg.

Gerne ist er bereit, sich hierfür weiter zu engagieren. Denn mit dem VHSt fühlt er sich bereits seit langem sehr verbunden – durch seine Frau. Sie ist pensionierte Lehrerin, jetzt als Malerin tätig und ebenfalls Mitglied im VHSt.

Insofern wirft Dr. Lill auch immer wieder gerne einen Blick in die HBZ. Wir sind sicher, diese Ausgabe wird er mit besonderem Interesse lesen!

 
 
140 JAHRE VHST - EIN STOLZES JUBILÄUM

140 JAHRE VHST - EIN STOLZES JUBILÄUM

In diesem Jahr feiern wir unseren 140. Geburtstag: Hundertneununddreißig Jahre einer bewegenden und ereignisreichen Vereinsgeschichte.


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