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Weltreise am 8. Längengrad

Das Klimahaus Bremerhaven 8° Ost


Das Klimahaus in Bremerhaven ist eine weltweit einzigartige Wissens- und Erlebniswelt zu den Themen Klima, Klimawandel und Wetter.

Entlang des 8. Längengrades folgt man den Spuren des Klimahaus-Weltreisenden Axel Werner auf seiner Weltreise und erlebt die Klimazonen der fünf Kontinente hautnah auf spannende Weise. Man schwitzt, friert, staunt und lacht und lernt dabei Menschen aus neun Orten entlang des achten Längengrads kennen.

Globaler Vorreiter der Klimaerlebniswelt

Das Klimahaus wurde im Juni 2009 eröffnet und zeigt auf rund 11.500 qm (Bruttogesamtfläche 18.800 qm) und 57 unterschiedlichen Höhenniveaus Klimaverhältnisse, Lebensräume, Behausungen, Bräuche, Tiere und auf Videos die Einwohner im Kontakt mit Axel Werner. Werner und ein Kamerateam wurden vom Klimahaus auf eine Reise entlang des 8. Längengrads zu neun Stationen auf fünf Kontinenten geschickt. Auf seiner Reise tanzte er mit Kindern in Kamerun, durchquerte die Sahara mit den Tuareg und ging mit den Yupik in Alaska auf die Jagd. Fragt man ihn, welche Reisestation für ihn die exotischste war, bekommt man jedoch eine überraschende Antwort: "Langeneß. Sobald die Fähre wegfährt, ist man plötzlich in einer komplett anderen Welt, nur drei Stunden von hier entfernt." Das zeigt, so erklärt er, "dass man nicht immer weit fahren muss, um interessante Begegnungen zu machen."

Mehr als vier Millionen Besucher sind seitdem im Schnitt mindestens vier Stunden lang auf seinen Spuren durch die 143 Ausstellungsräume des Klimahauses gewandelt. Dass hier Klimaschutz großgeschrieben wird, zeigt sich auch in der CO2-Bilanz des Klimahauses: Sie liegt bei nicht einmal 300 Gramm CO2 pro Besucher, was gerade einmal einem Prozent einer PKW-Fahrt von drei Kilometern Länge entspricht.


Einmal um die Welt - dem Klima auf der Spur

Eis, Wüste, drückende Schwüle, frische Seeluft, subtropische Hitze - im Klimahaus mit seinen Stationen entlang des Längengrades 8 Grad und 34 Minuten Ost fühlt man die Temperaturen, spürt die Luftfeuchtigkeit, riecht und sieht, wie es an den Originalschauplätzen ist, und erfährt viel Wissenswertes über Flora, Fauna, Menschen und Lebensweisen. "Diese Reise macht eindrucksvoll deutlich, wie das Leben der Menschen auf unserem Planeten vom Klima beeinflusst wird, zeigt aber auch, welche Veränderungen uns bevorstehen", erläutert Arne Dunker, Geschäftsführer des Klimahauses.

Die erste Station führt den Besucher in das Isenthal in der Schweiz (8° 33' Ost/46° 55' Nord) zu einer Bergbauernfamilie - nachgebaute Berge und Gletscher erkunden und eine Kunststoffkuh melken sind hier inbegriffen.

Auf Sardinien in Italien (8° 35' Ost/40° 8' Nord) gibt es gleich mehrere Klimaregionen und entsprechende Temperaturunterschiede. Hier erlebt man die Welt aus der Perspektive eines Insekts inklusive Abfall in Riesengröße.

In der Wüste in Kanak in der Sahelzone von Niger (9° 2' Ost/15° 31' Nord) erfährt man bei 35 Grad Celsius, dass es hier immer weniger Vertreter der Flora und Fauna gibt und die Dürrezeiten immer länger werden. Außerdem erzählen die Tuareg auf dem Bildschirm, warum sie davon überzeugt sind, dass Werners Flatulenz damit zu tun hat, dass er noch Single ist.

Tropische Wärme von etwa 28 Grad mit hoher Luftfeuchtigkeit empfängt die Besucher in Ikenge in Kamerun (9° 6' Ost / 5° 16' Nord). Dort kann der nächtliche westafrikanische Regenwald mit Gerüchen und Geräuschen erkundet werden.

Danach kann man sich im Packeis der Antarktis im Königin-Maud-Land (8° 34' Ost/73° 30' Süd) bei minus sechs Grad abkühlen. Außerdem erfährt man etwas über Arbeit und Leben bei bis zu minus 70 Grad von Polarforschern der Neumann- Forschungsstation, von der es eine Nachbildung gibt.

Auf dem Südsee-Inselparadies Samoa (171° 22' West/14° 1' Süd) kann man sich dann bei Temperaturen, die zu jeder Jahreszeit konstant zwischen 28 und 35 Grad liegen, wieder aufwärmen. Ein großes Aquarium lädt ein, in die bunte Fischvielfalt eines Saumriffs einzutauchen, ein typisches Pfahlhaus kann besichtigt werden und man lernt viel über Alltag und Probleme der Samoaner.

Bei kühlen 12 Grad bekommt man einen Eindruck vom Alltag in Gambell auf der Insel St. Lawrence in Alaska (171° 44' West/63° 46' Nord). Die Yupik berichten von ihren Identitätskrisen und den Schwierigkeiten durch die globale Erwärmung. Gleich daneben ist ein Raum, in dem eine Walfinne aus einem Meer von Müll herausragt - bedrückend, aber sehr eindrucksvoll.

Schließlich wieder in Deutschland, kann man die Hallig Langeneß (8° 36' Ost/54° 38' Nord) in der Nordsee besuchen und sich auf der erhöhten Mitte der Nachbildung ansehen, wie das Wasser langsam steigt, bevor man wieder in Bremerhaven (8° 34' Ost/53° 32' Nord) ankommt.

Das World Future Lab
Das World Future Lab

Denkanstöße und Erkenntnisse

Am Ende der Klimareise kann man im Ausstellungsbereich "World Future Lab", wo die Welt wortwörtlich im Mittelpunkt steht, selbst Ideen zum Klimaschutz entwickeln und erfahren, wie andere das Klima schützen. Eine Kochschule lehrt Groß und Klein den Umgang mit Lebensmitteln und die Zusammenhänge zwischen Klima und Ernährung. Ein Eintrag aus Axel Werners Tagebuch lautet: "Das Klima, wie es uns plötzlich beschäftigt, wie wir respektvoll, angstvoll, zum Himmel blicken und entgegennehmen müssen, was die Mutter Erde uns für Süppchen kocht. Glaubt einer, die Erde würde es interessieren, was wir die Menschen hier so treiben? All die Wunden, die wir ihr schon zugefügt haben, kann sie heilen. Ein Wind, eine Welle, ein sich Schütteln, ein Feuer und sie bringt ihren wundervollen Prozess wieder in Gang."

Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost
Am Längengrad 8, 27568 Bremerhaven
Telefon: (0471) 90 20 30 0
www.klimahaus-bremerhaven.de

Öffnungszeiten
April bis August:
Montag bis Freitag 9 bis 19 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag: 10 bis 19 Uhr
September bis März: bis 18 Uhr
24.12., 25.12., 31.12. und 1.1. geschlossen

Eintrittspreise:
16 Euro, ermäßigt 11,50 Euro


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Autor: VHSt
Fotos: Samira Aikas, (c) Klimahaus (R) Bremerhaven 8 Grad / Marcus Meyer / Jan Rathke / Anne Johannson

HBZ · 02/2019
 
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