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Lernen am Bildschirm?
Digitalisierung an den Hamburger Schulen
Schülerinnen und Schüler experimentien, Foto: (c) Philine Hamann, Behörde für Schule, Familie und Berufsbil
Nicht nur in der Verwaltung schreitet die Digitalisierung immer weiter voran. Auch an den Hamburger Schulen hält sie immer mehr Einzug.
Und auch hier ist Hamburg vorne mit dabei: Einigkeit besteht zwischen der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), dass Hamburgs Schulen im Bundesvergleich digital gut aufgestellt sind. "Alle Schulen sind mit flächendeckendem WLAN und einer Bandbreite von 1 Gbit/s versorgt", teilt die Behörde mit. "Durch die Bereitstellung von über 13.000 modernen digitalen Präsentationsgeräten und die Ausstattung mit rund 65.000 mobilen Endgeräten für Schülerinnen und Schüler sowie 24.000 mobilen Endgeräten für Lehrkräfte an den allgemeinbildenden Schulen ist eine optimale schulische Infrastruktur geschaffen worden."
Auch eine Herausforderung
Nach einer Umfrage, die von der GEW im ersten Halbjahr 2024 unter mehr als 1.000 Hamburger Lehrkräften durchgeführt wurde, herrschte zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht an allen Schulen hinreichende Klarheit darüber, wie digitales Lehren und Lernen praktisch umgesetzt werden soll. Von den befragten Lehrkräften erkannten nur 36 Prozent eine klare digitale Strategie. Auch wenn davon auszugehen ist, dass seitdem einiges passiert ist, braucht es also neben den vorhandenen Geräten weitere Arbeit an entsprechenden pädagogischen Konzepten. 74 Prozent der von der GEW befragten Lehrkräfte sehen im Einsatz digitaler Medien zudem eine zusätzliche Arbeitsbelastung. Dazu gehört der "digitale Stress", wenn die Technik streikt.
Selber machen mit digitaler Unterstützung
Die Digitalisierung eröffnet aber auch über die Unterstützung des klassischen Unterrichts hinaus neue Möglichkeiten: Die Behörde verweist dazu beispielsweise auf ihr Projekt "Makerhub". Dabei würden Schulen unterstützt, "flexible Lernumgebungen aufzubauen und so weiterzuentwickeln, dass sie im Unterricht und im Schulalltag nutzbar sind. Es handelt sich um Räume und Settings, in denen Schüler:innen projektorientiert, problemlösend und fachübergreifend arbeiten können und dabei analoge und digitale Werkzeuge einsetzen." Die Behörde sorge außerdem dafür, "dass die teilnehmenden Schulen nicht isoliert arbeiten, sondern voneinander profitieren", etwa durch "regelmäßige Austausch- und Netzwerktreffen". Aktuell sind 39 Schulen in dieses Projekt einbezogen. In den nächsten Jahren werden es sicher noch mehr werden, während auch an der Schule die Digitalisierung weitergeht.
Autor: Volker Stahl
Fotos: Philine Hamann, Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung
HBZ · 04/2026
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