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Aufgeblättert: Buchtipp
Hamburgs Stadtbaumeister
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| (c) Dölling und Galitz Verlag |
Viele verbinden den Namen Fritz Schumacher mit Bauten aus rotem Backstein. Das ist zutreffend, wird aber der Persönlichkeit des Architekten und Stadtentwicklers nicht gerecht.
Der Bremer Großbürgersohn dachte größer. So widmete er sich nachhaltig der Verbesserung der Lebensbedingungen in Ballungsräumen. Für Schumacher hatte alles mit allem zu tun. Er führte Wohnungspolitik, Städtebau, Regional- und Landesplanung sowie Kulturpolitik und Erziehungswissenschaften zusammen und kritisierte die Zyklopen seiner Zunft, aber auch Protagonisten aus Politik und Verwaltung, die nur einseitig auf die Dinge blickten.
Schumacher (1869-1947) war von 1909 bis zu seiner Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten 1933 Bau-, später Oberbaudirektor von Hamburg. Bis heute prägen seine Bauten das Stadtbild. Aber auch sein künstlerisches und literarisches Werk ist herausragend.
Das Buch entstand aus Texten und handschriftlichen Aufzeichnungen, die bei Recherchen in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg in Schumachers Nachlass entdeckt wurden. Das Material hatte er für eine nach seinem Abschied aus dem Amt geplante Publikation persönlich zusammengestellt. Es sollte eine letzte, konzentrierte Gesamtschau seines multiplen Schaffens werden. Krieg und Krankheit verhinderten die Veröffentlichung zu seinen Lebzeiten - nun ist es vollbracht! Prädikat: lesenswert!
Fritz-Schumacher-Gesellschaft: Fritz Schumacher: Kulturpolitik eines Baumeisters, Dölling und Galitz Verlag, München/Hamburg 2022, 280 Seiten, 38 Euro
Autor: VHSt
Fotos: (c) Dölling und Galitz Verlag
HBZ · 03/2023
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